In der Gaulschlucht

Nach einem ausgiebigen Frühstück in München geht die Reise weiter. Gegen 14 Uhr erreichen wir unser Ziel, den Vettererhof in Lana. Der Blick vom Balkon gefällt schon mal :-)

Blick vom Balkon

Knödeltris Nach ein wenig Ausruhen, dem Auspacken und einem ersten Einkauf geht es zum Abendessen in den Rebmannkeller. Der Verlust des Verves mitsamt seines großartigen Knödeltris ist noch frisch, und so fällt mir die Wahl nicht schwer.

Am nächsten Tag fangen wir erstmal ganz klein an und entscheiden uns für einen Spaziergang durch die Gaulschlucht, deren Einstieg mitten in Lana liegt. Der Weg dorthin führt uns entlang einer der Hauptstraßen und durch die Fußgängerzone, so dass wir einen ersten Eindruck vom Dorf bekommen. Es gibt ursprünglichere Orte in Südtirol, dafür sind hier alle wichtigen Dinge des Lebens fußläufig erreichbar.

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Zwischenstopp München

Die Fahrt von Bielefeld nach München gestaltet sich glücklicherweise größtenteils unspektakulär, auch von den angekündigten Staus aufgrund der Hochwasserkatastrophe bleiben wir verschont, anders als die Blechkarawane auf der Gegenfahrbahn der A8.

Neues RathausNach kurzer Parkplatzsuche in der Münchner Altstadt – die Tiefgarage des Hotels ist wegen Überfüllung geschlossen – und Check-In im Motel One am Sendlinger Tor machen wir uns auf die Nahrungssuche. Den kostenlosen Stadtplan habe ich natürlich auf dem Bett liegen lassen, und so treiben wir ziellos durch die Straßen zwischen Viktualienmarkt und Marienplatz.

Schließlich landen wir mit knurrendem Magen im Zwickl am Dreifaltigkeitsplatz, angelockt von den liebevoll dekorierten Tischen. Die bedirndelte Bedienung ist fröhlich und zuvorkommend, der Radler lecker. Nur das Wiener Schnitzel habe ich in Bielefeld schon besser gegessen. Vielleicht hätte ich doch lieber das Pflanzerl bestellen sollen, das anscheinend Spezialität des Hauses ist und mir auch von Foursquare vorgeschlagen wird?
Zwickl
Noch einen kostenlosen Drink an der Hotelbar und dann ab ins Bett – schließlich muss ich früh raus und Geld in den Parkautomaten einwerfen…

Schultertasche

Bevor wir mit unseren mitgebrachten Schnittmustern arbeiten dürfen (ein Retro-Bleistiftrock in meinen Fall – ich fürchte mich jetzt schon), hat uns die Kursleiterin zum Üben eine recht einfache Schultertasche nähen lassen. So sieht meine aus:

Schultertasche

I habe das Schnittmuster nicht auf Anhieb ganz durchblickt, daher habe ich mich für nur einen Stoff entschieden (einen dunkelblauen Cord, der je nach Lichteinfall schwarz aussieht). Falls ich diese Tasche noch einmal nähe, werde ich auf jeden Fall zwei verschiedene Stoffe verwenden – eine Kombination aus gemustert und einfarbig kann ich mir gut vorstellen. Ein paar aufgesetzte Taschen wären auch nicht schlecht.

Was die Deko betrifft, war ich faul und habe einfach ein paar fertige Flicken von Dawanda aufgebügelt. Ich weiß nicht, woher unsere Kursleiterin das Schnittmuster für die Tasche hat, aber dieses Tutorial von Tiny Happy sieht genauso aus.

Mein erster Nähversuch

Letztes Wochenende wollte ich ein wenig für den Nähkurs an der VHS üben, für den ich mich angemeldet habe. Eine Tatüta (kurz für Taschentüchertasche) scheint das perfekte Anfängerprojekt zu sein: es sind nur gerade Nähte erforderlich, man braucht kaum Stoff, und niemand braucht so etwas wirklich, also kein großer Verlust, falls es trotzdem schiefgeht. Ich habe ein paar Anleitungen verglichen und mich schließlich für das Tutorial von Casa Soleggiata entschieden. Das Ergebnis:

Taschentuchtasche

Die Nähte sind noch ziemlich schief (am Schwierigsten war es, das Schrägband anzunähen), aber alles in allem bin ich ganz zufrieden :-) Ja, ich weiß, dass es größenwahnsinnig ist, sich Labels zu kaufen bevor man überhaupt einen einzigen Stich genäht hat – aber sind sie nicht hübsch?